Die Geschichte auf der Rückseite.

Manchmal bleibt etwas kleben, so auch an diesem Bild.

Es ist ein Foto, das ich vor einigen Wochen im Urlaub aufgenommen habe, und es gibt ein paralleles Geschehen dazu. Diese Geschichte klebt auf der Rückseite des Fotos, ich kann sie sehen, auch wenn ich es nicht möchte.

Und leider bleibt das jetzt so.

Das ist traurig, denn der Ausblick war Welt, die Luft so zart, der Berg besiegt, das Auto auch.

Was passiert ist, ist nur eine Kleinigkeit, etwas, worüber man sich nicht aufregen sollte.

Etwas, das dauernd passiert: Zu klein, um groß zu sein, nicht klein genug, um ein Nichts zu sein. Und es gibt viel Schlimmeres! Natürlich! (Es ist immer sehr wichtig zu sagen, dass es viel Schlimmeres gibt). Und dass andere Leute froh wären, solche Probleme zu haben!

Doch wenn ein Bild eine Welt ist, ein Tag ein Mini-Leben, eine Minute etwas Weite haucht, dann ist es eben doch schlimm.

Ja, die Rückseite mancher Bilder schmeckt schal. Ja, ich kann versuchen, die Geschichte von der Rückseite zu kratzen.

Und ja: Es gibt noch viel mehr Fotos, die einen ganzen Soundtrack abspielen und ja, ich gäbe trotzdem viel darum, die Rückseite zu vergessen.

(Und es wäre umwerfend gewesen).

 

 

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15 Farben Stille.

Es gibt die Stille, die rehfarben ist.

Es gibt die Stille, die baumwipfelfarben ist.

Es gibt die Stille, die seefarben ist.

Es gibt die Stille, die schmetterlingsfarben ist.

Es gibt die Stille, die steinfarben ist.

Es gibt die Stille, die erhabenfarben ist.

Es gibt die Stille, die randfarben ist.

Es gibt die Stille, die wehmutfarben ist.

Es gibt die Stille, die spurenfarben ist.

Es gibt die Stille, die hausfarben ist.

Es gibt die Stille, die blaubeerfarben ist.

Es gibt die Stille, die asphaltfarben ist.

Es gibt die Stille, die meinfarben ist.

Es gibt die Stille, die jenseitsfarben ist.

Es gibt die Stille, die deinfarben ist.