Kleine Notiz zu Ks und Sk.

Ks und Sk. Es gibt kaum schönere Schneelaute – nicht, dass ich mir schon Schnee wünsche – oh nein. Doch im Mund ist Schnee das ganze Jahr über willkommen.

Außer wenn mir kalt ist. Dann helfen warme Wörter wie Waschgold, denn Wörter mit W sind teewarm.

Tee oder Schnee – Wörter wie „Wachs“ und „Wuchs“ bieten beides. In einer Bewerbung könnten sie schreiben: bin, je nach Bedarf, flexibel einsetzbar.

Die vierte Kugel.

Menschen sind unterschiedlich. So auch Menschen, die mit Synästhesie leben. Keiner sieht die Welt wie der andere. Ob mit oder ohne Synästhesie: die Art, wie wir die Welt wahrnehmen ist einmalig. Wenn ich sage: „Das Wort XY ist blau mit weißen Säulen“, dann ist das nur in meinen Augen so. Wenn ich nun also bekanntgebe, dass jegliche Eissorten, außer bestimmten Standardkugeln, zu laut oder/und zu neonfarben schmecken, dann ist das – wie alles hier – eine rein piksynästhetische Aussage. In einem Eis-Etablissement greife ich – je nach Kugelmenge – zu den folgenden Sorten, die hierarchisch sortiert sind:

  • Stracciatella
  • Zitrone
  • Schokolade

Sollte ich einmal vier Kugeln bestellen, einfach nur, um den Gesichtsausdruck der Eisverkäuferinnen (zweifelnd, ungläubig, mich kritisch bis abschätzig musternd) oder den der Eisverkäufer (begeistert, anerkennend, mich wohlwollend bis wohlig musternd) zu sehen – dann nehme ich noch Waldmeister, wegen der Farbe, lasse davon das meiste aber im Becher zurück. Ich lerne nicht dazu.

Es gibt Tage, an denen ich denke, alles muss anders werden, ich darf nicht so festgelegt sein. Flexibilität! Spontaneität! Mut! Zum Frisör gehen wäre in so einem Fall wesentlich riskanter, als z. B. Melone-Eis zu wählen. Doch jedes Mal, wenn ich mich selbst motiviere, etwas anderes zu nehmen als die o. g. drei Sorten, dann bin ich entsetzt. Die sind so grell! Sie ecken im Mund an – sie schmecken nicht wie Stracciatella, Zitrone, Schokolade! Sie schmecken nicht einmal wie Schnee – (nicht so wie die vielen K-Wörter!). Lieber verzichte ich auf die geschlechtsspezifischen Gesichtsaudrücke, als dass ich mir das antue.

Die aufmerksame Leserschaft wird bemerkt haben, dass ich bei Eis aus entsprechenden Etablissements recht leidenschaftlich werde. Nicht so ungestüm bin ich bei Eis aus dem Supermarkt. Da nehme ich gerne Edles von einer Marke mit zwei englischen Jungennamen. Außer natürlich etwas mit Erdbeer (zu aufdringlich) oder mit Banane (zu abgestanden).

An einem geldgebeutelten Tag entscheide ich mich auch für etwas im Schmalhanssinne, das immer schon gut war: es fängt mit V an und besteht aus Eis in Zartschokoschichten. Da erwerbe ich ausschließlich das mit Vanille! Klar! Denn das ist nicht zu gleißend auf der Zunge.

Eventuell bin ich doch auch bei Supermarkteis heißblütiger als ich dachte. Schwierig finde ich, dass Eis so kalt ist – am liebsten esse ich es leicht angetaut und mische alle Sorten zu einem soßenartigen Eisbrei. Das Wort „Eisbrei“ ist übrigens weniger schön, als das Ding an sich geschmacklich aussieht. Optisch natürlich weniger.

Das alles klingt komplizierter als es ist. Jeder, der mich kennt, kann für mich jederzeit an jedem Ort der Welt Eis besorgen, während ich einen geeigneten Sitzplatz finde. Und der befindet sich weit weg von speienden Wolken allzu lauter Graustimmler, von schreienden Geruchsfarben und muss außerdem freundlichfarben sein, von allen Seiten.

Über den Zustand Grün und die Sehnsucht nach Rosa.

Grün

Vor kurzem kündigte ich an, dass ich über Grün schreiben werde, wenn sich die Farbe vollzählig versammelt habe. Sie ließ lange auf sich warten, doch da sich der letzte Baum vorm Fenster nun langsam (spärlich) bekleidet, ist die Zeit gekommen.

Dass sich die anderen Farben ehrfürchtig verneigen wenn Grün kommt, das sagte ich schon. Und auch, dass sie ein wenig Bammel vor ihr und ihrer Ernsthaftigkeit haben. Dieser Aussage konnte die Leserschaft bereits entnehmen, dass Grün in meinen synästhetischen Augen, entgegen der allgemeingültigen Dudenrealiät, weiblich ist.

Das schmutzige Meisenknödelgrün hatte einen Auftritt in diesem Blog (um die 50 zu veranschaulichen), mein grüner Originalname ebenso und auch sonst kam Grün in allen möglichen Schattierungen vor, denn Grün ist eine sehr aktive Farbe in meinem inneren Raum. Rosa gibt es dagegen selten.

In meiner Kindheit stand ich mit Grün auf Kriegsfuß. Eigentlich wollte ich Rosa, doch die Haltung, dass „Pink stinks“ gab es auch schon in den 80ern, nur in einem anderen, etwas faderem Mantel. Dann lieber Rot, hieß es, aber Rot war so ein lahmer Ersatz für Rosa! Blau wurde stattdessen meine Freundin. Doch Blau war beliebt. Und Grün wollte nie jemand. So auch an einem Tag in der Schule, als Laternenfarben verteilt wurden. Ein dunkles, ernsthaftes Grün blieb übrig.

Einer müsse es nehmen, sonst verlasse keiner den Raum, auch wegen der Vielfalt, sagte die Lehrerin mit ihrer Stimme, die so gar nicht nach Milchreis schmeckte. Ich erbarmte mich seiner, wie es als Synästhetikerin meine Pflicht war (obwohl ich das Wort noch nicht kannte und Farbensehen für mich so selbstverständlich war, wie Farbfernsehen, Rosa begehren und Atmen).

Meine erste Schulfreundin, die einen silbergraudunkelblauen Namen hatte, und durch die ich lernte, dass Türkisch blattgoldfarben ist, erbarmte sich wiederum meiner und wählte auch Grün. Solidarisch, pink stinks und wenn Anderssein in der ersten Klasse schon ein Wert wäre, dann hätten wir solcherlei Parolen gerufen.

Betriebssam wurden Häuser gefaltet, diese mit echten Wachskerzen bestückt (denn no risk, no fun, Rock’n’roll, ohne Helm und ohne Knieschoner mit Rollschuhen auf der Straße fahren und dabei in der Hand eine Laterne mit brennender Kerze halten, das waren Zeiten, doch ich will nicht abschweifen) und angezündet: große Empörung, denn durch das dunkle Grün schien kaum Licht hindurch. Am Ende brannte die Laterne ab und war dann wenigstens kurz lodernd hell und ein Erlebnis. Sonst noch was, dachte ich und sah meine Grünmüdigkeit bestätigt.

Doch zurück zur Gegenwart. Die Farbe Grün macht nicht mit bei den kleinen Scherzen der anderen Farbfreunde. Sie ist schlichtweg zu seriös. Sie hat ja auch so viel zu tun, besonders im Frühling. Das Wort „Grün“ ist übrigens moosgrün und beige. Das G ist das Gesicht und ist umrandet von einer schwarzen Playmomädchenfrisur. Die Augenflecken schauen mich melancholisch an und der Hintergrund ist eher schlammfarben – Cordlatzhosenelemete sind auch zu sehen.

Nein, glamourös ist Grün nicht. Aber mit zunehmendem Alter kann ich die Farbe mehr schätzen.

Wie hätte sich meine Synästhesie wohl entwickelt, wenn ich einen stärkeren Zugriff auf Rosa gehabt hätte? Gäbe es mehr Rosa statt Gallensteinfarben? Hätte die Konkubine automatisch ein pinkes Kleid an und der Klabautermann vielleicht sogar auch? Als Rosa schließlich nach zähem Ringen doch gehäuft in mein Leben treten durfte, waren die meisten Wörter schon fertiggestellt.

Das Erwachsensein jedoch bringt Vorteile und neue Wörter mit sich, u. a. begegnet man Menschen, die Namen für einen erfinden. Mein Lieblingskosename im Kontext Liebe enthält Zartrosa, genauso übrigens wie das Wort Glück.

Und in der Geborgenheitsfarbe ist ein rosa Strom und keinerlei Grün zu sehen, und das ist vielleicht auch eine Spur der Sehnsucht nach einer Farbe, die ich so sehr begehrte, und die dann gar nicht hielt, was sie versprach. Denn am Ende blieb die Liebe gelb und der Frühling grün.

An die Leserschaft.

Zu Beginn dieses Blogs hatte ich wohl befürchtet, dass mir nicht genug einfallen würde – denn ich fand soeben einen Notizzettel mit „Blog – Ideen“. Dass ich schon bald eine Datei eröffnen sollte, die „Blogbeiträge auf Vorrat“ heißt, war mir zu dem Zeitpunkt, als ich den Zettel schrieb, noch nicht bewusst.

Es stellte sich nämlich sehr schnell heraus, dass ich ein Thema gewählt habe, das schier unendlich ist. Über meine eigenen Synästhesien zu schreiben ist eine schöpferische Goldgrube. Wörter sind ein Schatz, der „nie alle geht“ (wie der Brei aus dem einen Märchen, dessen Titel mir entfallen ist, obwohl der Vergleich nicht passt, wie mir gerade auffällt, denn da gibt es doch einen Spruch, den das Mädchen sprechen muss und der der Mutter entfallen ist, damit der Brei aufhört zu fließen und außerdem produziert das Wort Brei das Gegenteil von Schnee im Mund und daher ziehe ich das Beispiel hiermit offiziell wieder zurück).

Zahlen habe ich bis jetzt vernachlässigt, was bestimmt an meinem Verhältnis zur Mathematik liegt. Doch Zahlen sind unendlich vorhanden, wenn ich nicht irre (Pi?!) und daher gibt es auch hier genug anzuschauen. Wenn ich nur an die Farbe 40 denke und wie sie sich verändert, wenn sie sich mit der 100 paart oder gar mit der 1000.

Wörter und Zahlen kommen ja auch noch in Sätzen unter bzw. in Gleichungen. Das ergibt wieder eine unerschöpfliche Quelle an Farbwesen und Bildern.

Und dann sind da noch zahllose Geräusche. Allein das Tippen auf der Tastatur, das wie eine Massage für die Sinne ist. Die Klaviatur der Buchstaben bedienen – es entstehen weite Bögen, kleine Staccato-Passagen und erhebende Augenblicke. Zum Beispiel wenn nach einigen Versuchen und unzufriedenem Löschen genau das Wort gefunden wird, das die eine Farbe annähernd beschreibt. Es ist ein weißzartes Klacken und hat sonnengelbe Tupfer bei manchen Anschlägen.

Und außerdem gibt es die Musik. Die Sehnsucht nach Unendlichkeit. Die für mich nicht leicht zu beschreiben ist. Brahms ist immer auch Emotion. Doch wenn ich die Farben betrachten will, die bei Brahms bekanntlich eher nüchtern sind, dann muss ich kurz einmal die Gefühle zur Musik beiseite legen. Sonst würde ich schreiben: Die Violinsonate sieht lieblichgold, zartgeborgenheitsfarben und gallensteinschön aus. Denn das entspräche meinen Gefühlen, denen ich eine Farbe leihen würde, um sie besser darzustellen.

Doch das ist nicht das, was genuine Synästhesie ausmacht, denn die zeichnet sich durch eine gewisse Unfreiwilligkeit aus. Und dann sieht Brahms eben nicht so wundervoll aus, wie er sich anhört. Die Diskrepanz zwischen Gefühltem und Gesehenem will sauber herausgearbeitet sein. Denn hier geht es schließlich um Synästhesie. Die vielen Wortwesen dagegen zeigen sich kooperativer und sind daher viel einfacher zu beschreiben.

Die Sehnsucht nach Unendlichkeit befällt auch mich, wenn ich an all das denke, was es noch zu beschreiben gilt. Ewig leben, allein um alles auszukundschaften, was sich in meinem inneren Raum verbirgt – oder zumindest lange leben, denn es gibt soviel zu sehen. Und dann gibt es ja noch das Außen, das zu bereisen ist.

Daher ist die Liste mit den „Blog – Ideen“ eine kleine, bescheidene Anekdote aus den Anfängen dieses Blogs. Ein liebegelber und samstäglich vollkornknäckebrotfarbener Dank an alle, die es lesen, denn Leser zu haben ist schon eine Inspiration für sich – ganz unabhängig von den diversen oben beschriebenen Goldgruben. Leser zu haben verleiht dem inneren Raum einen Glanz (und Flügel sowieso).

Blog – Ideen

Telefonnummern

Stimmen von Prominenten

Verona Aprikosenstimme

Tiernamen

Taschengerüche.

Vielsprechende Graustimmler und die Frage, wie sich ein Leben ohne Synästhesie wohl anfühlt.

IMG_3854 Häufig haben Menschen eine graue Stimme. Und manchmal gibt es Situationen, in denen Graustimmler in einem sehr langen Zeitraum überbordend viele Wörter unterbringen wollen. Das tun auch Gelb-, Rosé,- und Weißstimmler, doch in diesem Text geht es aus aktuellem Anlass um Graustimmler.

Der Zeitraum quillt dann über an Wörtern und Gedanken, Sätzen und Ideen. Punkt und Komma werden nicht untergebracht, Absätze auch nicht, gar Atempausen. Es gibt auch keine Möglichkeit, den Lautstrom zu unterbrechen, weil diese Stimmler dann sagen: „Lass mich ausreden“ und noch lauter werden.

Der Stimmeninhaber (weiblich oder männlich) sieht in solchen Momenten aus wie ein Drache, der diese Wörter ausspeit und sein Gegenüber in einen Wortnebel hüllt. Aus diesem Wortnebel gilt es, sich den Inhalt herauszuklauben. Die Zeichnung zeigt nebenbei auch (leicht überzogen) meine Idee davon, wie sich Menschen, die ohne Synästhesie leben, nun vielleicht diesen Drachenmenschen vorstellen. Ob das Bild diese Vorstellung trifft?

Es ist schwer, mir so ein synästhesieloses Leben auszumalen. Wo wohnen Schneewörter in einem solchen Menschen? Gar Zahlen? Und Jahreszeiten, der Sonntag? Und wenn ein Wort kommt: wie sieht das dann aus? Wo bleibt es stehen? Ich bekomme auf diese Fragen immer nur Antworten, die mir unbegreiflich sind. Da sei nichts. Oder: Schriftart Times New Roman, aber auch nur wenn man sich das Wort bewusst vorstelle. Oder eben: der Inhalt sei schon da. In Gedanken. Wo die Gedanken seien? Im Gehirn natürlich. Ich finde das außerordentlich faszinierend, doch schwer vorstellbar.

Ursprünglich war das Bild farbig. Doch fiel mir auf, dass der schnellgraue Lautstrom nicht nur Wortfreunde und andere Farbwesen verschluckt, sondern auch die gesamte Person in einen grauen Nebel einhüllt. Daher ist es nun grau. Weil ich ja weiß, dass die sogenannte Realität, ihre Bezüge, Konventionen und Gesetze die Kommunikation erleichtern und es nicht angemessen wäre zu rufen: „Pass doch auf, du hast gerade das Wort Brötchen verschluckt!“ versuche ich trotzdem weiterhin, dem hastig dargebotenen Inhalt der Graustimmler zu lauschen und durch den Graunebel den Kern der vielen Aussagen zu ertasten. Auch weil die Person ja auch nichts dafür kann, dass ich den Drachen sehe.

Doch wenn es mir zu grau wird, dann drehe ich mich kurz weg. „Schau mich an, wenn ich mit dir rede!“ könnte unter Umständen daraufhin in meinen inneren Raum hereinpoltern und das wäre in so einer Situation ein Schreckenssatz und auch der gehört zur Realität, allerdings doch eher zu der von Kindern.

Wer übrigens niemals grauen Nebel von sich stößt sind Frauen mit Milchreisstimmen. Daher halte ich mich ausnehmend gerne in Änderungsschneidereien auf. Auch weil es einen gewissen Nervenkitzel beinhaltet, an den bestimmten Dingen vorbeizuschauen, deren Namen ich nicht mal nennen kann (man nutzt sie, um Kleidungsstücke zu schließen und es handelt sich dabei nicht um einen Reißverschluss).

Jetzt wird es mal politisch.

Es taucht wieder öfter auf allerorten:

Vorratsdatenspeicherung.

Das Wort macht Haare im Mund. Es ist nicht schmeichelnd, es lässt stolpern, es irrlichtert.

Vorrat: ein schwarzgrünes Wort.

S: Das „S“ dazwischen ist noch der zischhelle Lichtblick, erzeugt ein rasches Discolicht, doch was es erhellt, will ich nicht sehen.

Daten: blauweiß, ein schnelles Wort und die „Autobahn“ klingt mit.

Speicherung: gelbschwarz. Aber nicht liebegelb, eher ein dunkelschmutziges Gelb.

In dieser Komposition wird aus Vorrat-s-daten-speicherung ein mehliges, haariges Wesen, ein Mundmonster geradezu (aber nicht flauschig, wie z. B. Makronen oder Geheimnisträger).

Ein Text über das Schmecken, in dem das Wort schmecken überdurchschnittlich häufig vorkommt, daher zur Info vorab: es ist lachsfarben.

Es gab in den 80ern einen Radiosprecher, der eine Stimme hatte, die nach Zwieback schmeckte. Es gab zur selben Zeit auch eine Nachrichtensprecherin, deren Stimme nach Zwieback schmeckte.

Ob sich die beiden kannten? Ob sie vor und während der Nachrichten Zwieback zu sich nahmen, dazu roten Tee? Das waren Fragen, die ich mir stellte, während ich mich zugleich wunderte, dass so erwachsen klingende Menschen in das kleine schwarze Radio hineinpassen sollten. Und – konnte es wirklich sein, dass in allen benachbarten Haushalten die gleichen Zwiebackpersonen im Radio zur gleichen Zeit sitzen? Viel Grübeln und intensiv in die Löcher des Radiolautsprechers starren führte dazu, dass mir zunehmend klar wurde: das kann so nicht sein! Magisches Denken, adieu, hier wird jemand 7 und weiß Bescheid!

Stimmen, die nach Zwieback schmecken, sind wundervoll anzuhören. Es gibt auch Stimmen, die nach Milchreis schmecken. Das sind weiche Frauenstimmen, etwas leise (aber nicht so, dass es aggressiv macht, nein, eher sanftleise, freundlich). Sie haben nicht alle Apfelmus dabei, manche eher Dosenpfirsiche, manche lediglich Zimt und Zucker.

Zwiebackstimmen klingen prägnanter und nach geballter Kompetenz, sie können nachfragen und bedingungslos auch Übles in die Welt vermitteln.

Milchreisstimmfrauen werden zum Glück nicht Radiosprecherin. Dafür schmecken ihre Stimmen zu prachtsanft. Sie werden eher tätig in Reisebüros, betreiben verwunschene Buchläden oder arbeiten in Änderungsschneidereien. Und das sind aus meiner heutigen, synästhetischen und natürlich vollends erwachsenen Perspektive mit die magischsten Orte der Welt.