Über Häme, Hummeln und Schaukeln.

 „Häme“ ist grauweiß, allerdings nicht so blumig wie die betagte Dame Sonntag. Das Wortwesen trägt ein breites Grinsen, kein „flirty“, kein süffisantes Grinsen, sondern ein geräuschvolles „Ich habe einen Fehler entdeckt“-Grinsen. Es leidet unter schwerer Atmung und nickt die ganze Zeit. Es hat einen quadratischen Schädel mit einem langgezogenen grauen Mund.

Hämefarbene Sätze sind graugrinsig und weißfad. Weniger ödfarben ist es dann, schnell den Raum zu wechseln. Draußen auf dem Balkon z. B. wachsen keine Hämesträucher, sondern Blumen, die Hummeln anlocken, und das ist gut, denn Hummeln sind die Pullunderträgerinnen der Lüfte.

Weniger popelfarben ist es auch, sich mit jemandem zu unterhalten, der vielleicht niemals in der Lage sein wird, eine Person öffentlichen Interesses mit Häme zu überdecken, weil ihm dazu schlichtweg die sprachlichen Mittel fehlen.

Nach so einer Unterhaltung habe ich einen neuen Namen, der viel besser zu mir passt oder weiß etwas über die Schönheit von sich drehenden Schaukeln. (Das Licht und das Klacken, das sich wieder aufdrehende Schaukeln erzeugen, ist übrigens goldweiß und silberweiß).

Advertisements