Über Steine, Judo und den Rest.

Als Kind dachte ich, es sei eine große Leistung, Tabletten ohne Wasser zu schlucken. Ich habe zu mir gesagt: „Das ist wie barfuß auf Steinen laufen“. Für mich war das Wichtigste im Urlaub, Hornhaut zu bekommen, das war mindestens wie eine Kriegsbemalung beim Fasching. Das Gefühl im Hals war so schmerzhaft wie das Steinelaufen. Aber es machte mich stark; unbesiegbar waren die, die das aushielten.

Genauso war es beim Judo. Wir mussten uns in eine Reihe stellen und der Judotrainer boxte uns in den Bauch. Einmal habe ich nicht angespannt, da wurde mir schlecht. Das habe ich dann nie wieder vergessen. Es war wichtig, sich zu konzentrieren.

Sich einprägen, welcher Gegner stinkt. Den schnell besiegen, weil man ihn dann los ist.

Dann dieses schnelle Radfahren. Bis man flog. Ohne Helm, auf Sommerasphalt, wissen wollen, ab wann man schwitzt. Eine Schramme bekommen. Noch eine. Noch eine. Ein kleines bisschen stolz sein unter den Tränen.

Zu eitel für die Regenhose sein. Mit nasser Hose in der Schule sitzen. Dort merken, wie die Haut prickelt und heiß wird.

Immer eine Kastanie in der Tasche, immer was fühlen. Oder einen weichen Stein. Jedes Tier haben wollen, manche finden, nie welche durchbringen, weinen.

Ein Tier bekommen, das beißt.

Der Rest kommt ins Buch.

 

 

 

 

 

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