Über Frühling, Dinge, Gleichzeitigkeit.

Dass Frühling ist und jemand weint.

Dass jemand recht hat, der andere auch.

Dass was unmöglich ist und dabei wahr.

Dass etwas bricht und gleichzeitig heilt.

Dass etwas gold ist und dabei nicht glänzt.

Dass jemand versteht und es trotzdem nicht teilt.

Dass wer was nicht kann und dennoch gewinnt.

Dass Schweigen gold ist, silber wirkt.

Dass jemand die Sonne will, die ihn verbrennt.

Dass etwas lastet und alles leicht macht.

Dass jemand wegschaut, obwohl er erkennt.

Dass etwas gebraucht wird, das man nicht wollte.

Dass jemand lacht und gleichzeitig weint.

Dass jemand tröstet, den man nicht mag.

Dass alles brennt und erstmal ein Kaffee.

Dass wer im Mittelmeer schwimmt und es weiß.

Dass etwas gut war und trotzdem vorbei ist.

Dass ein Baum geliebt wird, der alles verdunkelt.

Dass jemand tot ist und mit dir spricht.

Dass Zeiten groß sind, doch wie die Hyazinthen duften.

 

 

 

 

Über Themen, die wie eine warme Decke sind.

Gestern habe ich eine Liste erstellt, mit den Themen, für die ich selten Gesprächspartner finde. Dabei fiel mir auf, dass das alles Themen sind, die ich mir sofadeckengleich über die Beine lege, wenn es unübersichtlich wird. Wenn eine Woche zu gepixelt war, die Stimmen laut bleiben, der Rauch noch schwer in Räumen liegt, das ein oder andere verklebt ist, Sachen verloren gingen, Werte blieben, dennoch. Eine Woche, die später ein wenig ockerfarben hervorstechen wird im Jahr.

Dann gibt es Themen, die wie eine warme Decke sind:

Änderungsschneidereien

Agatha Christie

Autos

CR7 (ohne Hohn und ohne Häme)

Das deplatzierte Lachen der Brigitte Lämmle, damals

Designerstühle

Handtaschen

Hummeln

H0 vs. Fleischmann

Jene Sendung, bei der Dinge von Experten in ihrem Wert geschätzt werden

Magenkribbeln wegen der transsibirischen Eisenbahn

Martha Stewart

Mögliche Namen für mögliche Haustiere

Nagellack

Schach-Analogien

Schachteln

Schmuck

Schwedenweh

Spielzeugladenprobleme

Wellantäpfel

Wenn Busfahrer sich winken

Zimt und Ameisen