Amphibienbestimmungsschlüsselmomente.

 

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Das Wort “Amphibienbestimmungsschlüssel” ist weiterhin ein großer Glanz. Das Wort ist der Moment, in dem ich mir wünsche, dass in meinem Leben der Satz: “Herr Müller, reichen Sie mir bitte den Amphibienbestimmungsschlüssel” zum beruflichen Repertoire gehören würde.

“Aber Piksyn, wir sind doch längst beim Du”, hieße es daraufhin und: “Ach ja, Herr Müller, wie konnte ich das vergessen”. Insgeheim würde ich seufzend denken, dass das mit dem Siezen ein Traum von kurzer Dauer war.

Dann würde ich den Amphibienbestimmungsschlüssel nehmen und zusammen mit Herrn Müller Amphibien bestimmen. Das alles würde in einmütiger Stille geschehen und erst zu Mittag riefe Assistent H.: “Piksyn, Müller, ab sofort sind Sie zu Tisch!”

Assistent H. hätte derweil im Moor oder Schlick einen Tisch aus Baumstämmen hergerichtet. Dort gäbe es dann eine zünftige Brotzeit oder was man so isst, wenn man im Moor oder Schlick zu tun hat.

Der Amphibienbestimmungsschlüssel läge währenddessen unweit in seiner Amphibienbestimmungsschlüsselschatulle.

Ein Schlüsselmoment besonderer Güte wäre der leidenschaftliche Streit darum, wer nach dem Mittagessen mit dem Amphibienbestimmungsschlüssel arbeiten dürfte. Wir hätten nämlich nur einen, weil es nie genug Geld gibt für die Forschung.

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