Haltung.

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Viele Wörter habe ich hier bereits ihrer Schönheit wegen vorgestellt. Nicht immer ist deren Inhalt so bezaubernd wie ihr Abbild vor meinem synästhetischen Auge, siehe Chlamydien.

Das Wort “Haltung” verdient unbedingt einen Platz in meiner Wortschatzschatulle. Aus inhaltlichen Gründen. Es sieht nicht besonders aufregend aus, trägt auch kein “k” oder gar ein “kl” in sich. Kein Schnee im Mund, nichts. Es erzeugt aber auch keinen Würgereiz bei mir, so wie etwa das Horrorkonsonantengeschwisterwort, mit dem viele Menschen Kleidung öffnen und schließen und deren großer Bruder der liebe, wundervolle Reißverschluss ist.

„Haltung“ ist in meiner synästhetischen Welt eben ein unauffälliges Wort. Das ist nicht weiter dramatisch, denn: Eine Haltung haben und aus ihr heraus handeln – das ist, als würde ein innerer Kompass einen durch das Labyrinth der Informationen, Meinungen, Konflikte und Gefühle führen. Ein erstrebenwerter Traumzustand. Ein Lieblingswort.

Und: Eine gute Haltung ist überdies auch noch gut für den Rücken.

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