7 Raschelarten.

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Wer kennt es nicht, das Raschelglück. Daher ist es nun wirklich einmal an der Zeit, über das Geräusch „Rascheln“ zu schreiben. Genauer: über die verschiedenen Raschelarten. Denn Rascheln ist nicht gleich Rascheln. Nein, nein – es gibt verschiedene Arten und ich werde 7 davon hier vorstellen.

1. Das Kleiderrascheln. Das ist etwas ganz besonderes. Jemand trägt ein Gewand, das raschelt. Man hört ihn oder sie schon von Weitem in den Gemächern des Schlosses, in dem Menschen, deren Kleider rascheln, üblicherweise zu wohnen pflegen. „Schockschwerenot!“ rufen diese vielleicht und wissen nicht, dass dieses Wort eines Tages zu den bedrohten Wörtern gehören wird. (Ahnungslos sind sie, die Kleiderraschler).

2. Das Taschenrascheln. Es ist leise und unauffällig, wenn man etwas hervorkramt, z. B. Handcreme, für jemanden, der sie braucht. Dieses Rascheln ist ein unscheinbares Wesen. Es ist keins, das auf der Bühne steht, doch eins von denen, die selbstgebackenes Brot mitbringen, wenn es heißt, „jeder bringt was mit“. Das macht das Taschenrascheln ganz selbstverständlich und ohne große Worte.

3. Das berühmte Seidenpapierrascheln ist leise und verheißungsvoll, zartweißgrau und meist der Hinweis darauf, dass etwas ein- oder ausgepackt wird. Vergleichbar ist das Zeitungspapierrascheln.

4. Das Brötchentütenrascheln. Wenn jemand hineinlangt und ein Croissant herausholt. Dann knistert die Tüte und verbindet sich auf freundlichste Weise mit dem Bäckereiduft, der hellbraun durch den Raum gleitet.

5. Das Raschelglück. Geschenkpapier. Mehr ist dazu nicht anzumerken.

6. Das Wortrascheln. Z. B. beim unscheinbaren Wort “Tasse”, das „beginnt zu rascheln und knistern, sobald seine blauweißen Farben gesehen werden“, wie ich bereits in einem anderen Beitrag erwähnte. Außerdem wurde das Wort “frisch” als “merkwürdig” raschelnd von mir gekennzeichnet, denn es gebe “Geräusche von sich wie eine Knistertüte“.

7. Das Heimeligkeitsrascheln. Das ist das Rascheln geliebter Menschen, die irgendwo in der Wohnung Unterlagen suchen oder Zeitung lesen. Manchmal begleitet von leisem Fluchen. Doch auch das ist heimelig.

Rascheln kann so glücklich machen. Es ist erstaunlich, dass nicht viel mehr geraschelt wird. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln oder anderen kritischen Situationen, wenn sich alle etwas beruhigen sollten, wäre ein Raschelsound eventuell wirksamer als klassische Musik oder stämmiges Wachpersonal.

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