English is my Schnuffeltuch.

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Today, I don’t see bunnies. Today, I see a blossom. However, happy Easter to everyone who adores Easter. To everyone else: enjoy your chocolate. To people who neither like Easter nor chocolate: enjoy reading my post. It’s not about Easter. Or chocolate.

Englisch ist mein synästhetischer Ruheraum. Dort ist nicht jedes Wort so riesengroß. Wenn jemand britisches Englisch spricht, wird die Welt um mich herum weich und lieblich. Es ist dann Pause von den fulminanten Farben, beweglichen Satzgebilden und alle Wortwesen geben mal für einen Moment Ruhe.

Wenn ich englischsprachige Musik höre, kann ich ungestört die Melodie anschauen. Kein vorwitziges Wort drängt sich in den Mittelpunkt. Schaue ich einen englischsprachigen Film, gruppiert sich die Sprache sanft und unauffällig um den Inhalt herum. Höre ich jemanden Englisch sprechen, tauche ich gern ins warme Bad seiner Wörter ein. Amerikanisches Englisch ist, wie bereits erwähnt, ein wenig gelb-rötlicher im Ton – doch auch insgesamt zartfarbig und äußerst erholsam.

Die meisten englischen Wörter sind bei näherer Betrachtung grau, weiß und hellblau. Heerscharen von ihnen sind geborgenheitsfarben, ähnlich dem Soundtrack der Spülmaschine und ihrer Freunde.

Und was das Schönste ist: Horrorkonsonantengeschwister? Fehlanzeige. Button. Button. Kann ich schreiben. Kein Problem.

Feinsinnige Wörter wie Schnuffeltuch locken mich zum Glück immer wieder zurück in meine Originalsprache. Und auch wenn gewisse Wortwesen manchmal mein synästhetisches Nervenkostüm angreifen – ich liebe sie alle und würde sie um keinen Preis der Welt eintauschen wollen. Mit Ausnahmen: wenn durch ein Wunder, eine Petition o. ä. das Wort „button“ das hiesige Äquivalent ablösen könnte, wäre das ein äußerst berückendes Geschenk. (Nur falls jemand noch keins hat, mein Geburtstag ist Ende April).

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3 Gedanken zu “English is my Schnuffeltuch.

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