Freund Blau und andere Farbwesen.

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Das Wort Blau trägt blaue und weiße Kleidung. Soweit ich mich erinnern kann, ist Blau meine Lieblingsfarbfreundin. Blau hat so etwas wie eine Jeans an. Und einen blauen Pullover mit weißem Muster. Und schwarze, kurze Haare sitzen unter einer Mütze. Blau sitzt links im inneren Raum und strahlt Ruhe aus.

Sie ist keine, die viel redet – das machen schon Rot, Orange und Violett. Rot ist ein Mädchen mit blonden Zöpfen und einem roten Kleid mit weißen Rüschen. Und Orange ist ein sehr übermütiger Junge, der unter Hochspannung versucht, von Rot beachtet zu werden. Dafür denkt er sich viel Schabernack aus. Z. B. färbt er Suppen durch Verniedlichung funkelndorange.  Er hat pumuckelfarbenes Haar und eine braune Kordhose an. Beige ist dagegen eine unauffällige, dezente Dame. Etwas älter und sehr  gepflegt. Sie ist beige mit weißen Streifen.

Wenn dann Grün kommt, verneigen sich die anderen ganz ehrfürchtig. Doch dazu ein andermal. Die Farben kommen nicht an sich selbst vorbei. Sie tragen zwar andersfarbige Accessoires oder Kleidungsstücke – doch sind sie im Grunde immer ganz sie selbst. Das – und die Tatsache, dass sie den anderen Wörtern etwas von ihrer Farbe leihen – macht sie zu mächtigen Wesen des inneren Raums. Vor ihnen haben sogar die Kaiserin Nähmaschine, der kecke Baron von Kleckewitz und der Klabautermann einen Heidenrespekt. Wobei letzterer ja auch noch sehr mit seiner Klavikula-Fraktur zu tun hat und daher sowieso außer Gefecht gesetzt ist.

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9 Gedanken zu “Freund Blau und andere Farbwesen.

  1. […] Schlüssel ist kupfergold, hellgold und sieht ein wenig aus wie eine Violine. Es schimmert sanft (funkelt glücklicherweise nicht). Es schwingt auch ein leises Meisenknödelgrün mit, doch sehr gedämpft. Wie sich ein Wort durch […]

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  2. […] Einmal Weite und Grau sehen, so dass der innere Raum aufgeräumt werden kann. Das machen die Farbwesen und Wortfreunde glücklicherweise allein, doch dafür brauchen sie Ruhe. Niemand mag gerne […]

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