Große K-Freude! Chlamydien können endgültig einpacken!

Aus Traurigkeit darüber, dass eines meiner Lieblingswörter mit K (Klamydien) gar nicht mit K geschrieben wird und somit seinen Zauber verlor, habe ich vor einigen Wochen einen Aufruf gestartet und um Ersatzwörter mit K oder sogar Kl gebeten. Es gab zum Glück schnell Hilfe und so wurde ich etwas weniger chlamydientraurig.

Von meiner orangefarbenen Freundin bekam ich nun auch noch ein paar Wortgeschenke zugespielt, über die ich mich a) sehr freue, weil ich Geschenke mag und b) sehr staune, denn sie sind sich teilweise farblich gesehen sehr ähnlich.

Sie selbst mag all diese Wörter. In ihrem Sinne fände ich es daher schön, wenn die Firma Eifrisch und die Pizzawerkstatt Mundfein diesen Eintrag hier lesen, sich dann eines der nun folgenden Wörter aussuchen und ihre Unternehmen dementsprechend umbenennen würden. Aus synästhetischer Sicht wäre das keinesfalls übertrieben.

Das erste Wort hat sie mir ohne es zu wissen geliefert, denn sie hat es als Zutat für ein gemeinsames Essen verwendet, und daher weiß ich nicht, ob sie es mag (nur als Information für die o. g. Firmen, nicht das die gleich sagen, Pizzawerkstatt Kurkuma! Die Sache ist gebongt!).

Kurkuma. Kurkuma. Kurkuma. Wenn man dieses Wort flüstert, dann kommt Schnee in den Mund. Der gute Schnee, der erste Schnee, der längst hätte da und wieder geschmolzen sein müssen. Kurkuma hat Cake-Qualität. Das Ma am Ende verschließt kurz die Lippen um den Schnee ganz zu spüren und dann wieder zu entlassen mit dem a. Rotbraun ist das Wort.

Klabautermann: Hat das schneeklare Kl als Eingangslaut und obendrein etwas Ähnlichkeit mit meiner geliebten Klavikula-Fraktur. Ist blaurotschwarzrotblau und erweckt Achterbahn im Mund wie eben auch die Klavikula-Fraktur. Ein Traumdialog wäre: „Der Klabautermann hat eine Klavikulafraktur!“ – „Kurkuma soll da helfen!“

Das alles könnte in einer Kombüse geschehen, dem nächsten Wortgeschenk. Süppchen-ü-orange- Alarmglocken klingeln leider: Es ist eine Krux mit dem Ü. Mal ist es eine gute Sache, dann wieder funkelt es zu stark hervor. Kombüse ist ansonsten rotbraunfunkelndorange mit einem gelben Ende.

Wehklagen: ein sehr, sehr attraktives Wort, denn: es ist milchkaffeebraun und himmelblau. Das ist eine äußerst ungewöhliche Kombination. Zudem ist das W leicht trauerweidenförmig. Doch nicht grün! Nur schön.

Klamüsern: Klingt nach Jazz-Musik. Diesem leisen Wischen über ein Teil des Schlagzeugs, dessen Name mir entfallen ist, mit einer Art Schneebesen. So klingt das Wort im Mund. Wisch, wisch, wisch. Es kommt sofort Jazz in den inneren Raum.

Konkubine: Rot-leichtbraun-gelb. Und geflüstert auch schneeartig im Mund. Konkubine. Bine ist wirklich sehr gelb und löst das Rotbraun etwas abrupt ab. Das „Konku“ findet an der Stelle im Mund statt, wo sich Schnee bildet. Wenn man es ganz oft hintereinander sagt, ist der Cake nicht fern. Bine holt einen aus diesem Schneerausch wieder etwas heraus und verweist liebevoll darauf, dass man auch mal was anderes zu tun hat, als ständig Konku zu flüstern. Konkukonkukonku.

Abschließend ist es mir eine große Freude, folgenden Dialog meiner neuen Wortfreunde zu präsentieren:

„Großes Wehklagen! Der Klabautermann hat eine Klavikulafraktur, vielleicht aber auch nur Klasmatose!“ – „Kurkuma soll da helfen, müsste noch etwas in der Kombüse sein!“ – „Was sagt die Konkubine dazu? Und der Herr Baron von Kleckewitz?“ – „Sie möchten noch ganz klandestin etwas klamüsern.“ – „Nicht dass sie sich Chlamydien einhandeln!“

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