Aktualisierung des Artikels über schleimbeigeschreibende Journalisten und die Sache mit der Krankheit.

Noch mehr Online-Artikel getreu nach dem immergleichen Satzmuster „Synästhesie – wenn Katzen sechseckig miauen und drei Vögel lavendelfarbig singen“ sind in der aktualisierten Version meines Beitrags Wenn Journalisten schleimbeigefarben schreiben zu finden.

Hinzufügen möchte ich, dass in vielen der Artikel zunächst (völlig unaufgefordert) darauf hingewiesen wird, dass Synästhesie keine Krankheit sei. (Subtext: obwohl es ja so ein bisschen so wirkt). Sondern eine

a) Besonderheit

oder

b) besondere Verknüpfung des Gehirns

oder

c) eine besondere Begabung.

Offenbar bin ich von diesem vorauseilenden Gehorsam und Rechtfertigungsdrang schon angesteckt worden. Dass ich in meinem eigenen Blog über meine eigene Synästhesie erkläre, dass ich selbstverständlich nur das Wort Gallenstein und nicht die Krankheit meine, zeigt, dass ich zuviel Schleimbeigefarbenes gelesen habe.

Denn: der Zauber liegt darin, es eben nicht zu erklären. Es nur zu beschreiben. Und es zu teilen.

Mein Blog soll nicht schleimbeigefarben werden.

Sich rechtfertigen: schleimbeigefarben, wenn nicht gar schleimpfropffarben.

Also: ich bin in Gallenstein verliebt. Nun ist es raus.

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