Tulpen, Dienstag, Gesichter und die Frage, was ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde.

Die meisten Wörter haben gesichtsähnliche Konturen. Oft schauen Flecken augengleich durch Buchstaben hindurch.

So bei Tulpen: Ein Auberginefarbenes V bildet die Form aus dem das Wort Tulpe entspringt (mit rotschwarzen Buchstaben). Schwarze Flecken sind im Hintergrund auf einer vasengemusterten Tapete zu sehen. Diese bilden den Augeneindruck.

Ähnlich ist es beim Mittwoch: Ein rotes Wort mit schwarzen Flecken unter einer lockigen Ponyfrisur. Diese schauen stumpf durch die Gegend und warten auf Neues, das die Erinnerung an diesen oder jenen Mitwoch füllen wird.

Morgen steht der lichtglitzerndgelbe Dienstag ins Haus. Er ist etwas heller als das Liebegelb und im Profil zu sehen; darüberhinaus verfügt er über ein sehr spitzes Dreieck nach links, das an eine Nase erinnert. Hellbraune Locken krönen den Dienstagmittag (oben).

Jedoch können die Locken nur Eingeweihte sehen. Viel dominanter ist die vorwitzige Dienstagsnase. Fast könnte man vermuten, dass sie am Mittwoch schnuppert. Doch warum sollte der Dienstag das tun?

All diese Fragen beschäftigen mich seit ich Wörter sehe, und daher kann ich auf eine einsame Insel getrost Kosmetikartikel oder Wechselwäsche mitnehmen. Nur falls mal jemand fragt.

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4 Gedanken zu “Tulpen, Dienstag, Gesichter und die Frage, was ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde.

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