Und wie wird es sein, wenn ich 50 bin?

Dann wird es grün sein. Die 50er werden grün sein. Klar – nicht die 51, die geht leicht ins gräuliche. Auch ich werde dann dann leicht grün eingefärbt sein. Zumindest in meiner Wahrnehmung. Da mein Vorname auch grün ist, wird alles etwas einfacher für mich werden.

Nun ist ja Sylvester [sic!] und es geht darum, das alte Jahr loszulassen und dem neuen eine Chance zu geben. Ungern lasse ich 2014 los, denn es war wirklich ein sehr hübsches Orange. Das Jahr hat geleuchtet, besonders der Sommer. Sommer – auch so ein Wort – es hat Locken und es ist eben sommerfarben. Leider gibt es kein Wort für die Farbe, die Sommer hat – nur eine Beschreibung (der Ton (der Farbe) wird dennoch kaum getroffen) – ein Versuch ist es wert:

Sommer hat Locken nach links und ist leichtlilatiefschwarz und drumherum ist ein waldfarbener Grund. Waldfarben: eigentlich trauerweidengrün mit traurigen Augen.

Doch ich meine hier das klassische Waldgrün, auf das sich die Gesellschaft verständigt hat. Der Sommer mit seinen Locken nach Links ist sympathisch, doch schaut nicht so offen wie der Winter, der sich dem Betrachter stellt: in der Mitte des Wortes sind tiefe Einkerbungen, augenähnlich, sie schauen aus Grauweiß heraus und sind sympathisch, wenn auch nicht sehr konkret zu fassen.

Zum Frühling komme ich ein andermal, nur soviel: der ist äußerst komplex, weil gepunktet. Gefleckt.

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